Hi! Von März bis Dezember 2011 war ich in Buenos Aires und mehr unterwegs. Der Blog zeigt einige Impressionen, Randnotizen und Schnippsel zum Sehen & Lesen. Wer den Blog von Beginn an durchstöbern will, klickt auf «∆ Bloganfang» und landet auf der letzten Seite. Dort startet alles mit dem ersten Eintrag und Bild von einem kleinen Zimmer im Norden der Stadt.
December 24th
16:14
Letzter EintragDas Bild hatte ich bereits am Mittwochabend vom Balkon unserer Wohnung geschossen. Ein Foto vom Flughafen oder meinem Abschiedsessen, dem letzten Spaziergang oder meiner gepackten Sachen zu posten wäre unpassend, denn sollche Momente sind privat.
Nach Abschied fühlt es sich nicht an. Die Menschen leben weiter, die Stadt gibt es weiter und auch meine Erfahrungen hören nicht auf. Nur das ich wieder in Europa bin.

Letzter Eintrag

Das Bild hatte ich bereits am Mittwochabend vom Balkon unserer Wohnung geschossen. Ein Foto vom Flughafen oder meinem Abschiedsessen, dem letzten Spaziergang oder meiner gepackten Sachen zu posten wäre unpassend, denn sollche Momente sind privat.

Nach Abschied fühlt es sich nicht an. Die Menschen leben weiter, die Stadt gibt es weiter und auch meine Erfahrungen hören nicht auf. Nur das ich wieder in Europa bin.

December 21st
18:38
Knapp 8 Monate wohnte ich in der Av. Pueyrredon 848, Wohnung 11B. Heute packten Wallacy und ich unsere sowie Diegos Sachen. Er steckt noch irgendwo in Bolivien und kommt vor morgennacht nicht in BsAs an. So zogen wir nur zu zweit und mit drei Taxiladungen jeweils zu Freunden, wo wir unser letzten Tage verbringen werden. Aufgrund des Stresses komm ich kaum zum Nachdenken. Vielleicht besser so.

Knapp 8 Monate wohnte ich in der Av. Pueyrredon 848, Wohnung 11B. Heute packten Wallacy und ich unsere sowie Diegos Sachen. Er steckt noch irgendwo in Bolivien und kommt vor morgennacht nicht in BsAs an. So zogen wir nur zu zweit und mit drei Taxiladungen jeweils zu Freunden, wo wir unser letzten Tage verbringen werden. Aufgrund des Stresses komm ich kaum zum Nachdenken. Vielleicht besser so.

December 19th
20:53
Die Weihnachtszeit ist in Argentinien nicht sooo wichtig. Also gibt es auch kaum Dekoration in den Städten. Doch auf der Plaza de Mayo stellte man etwas Baumähnliches plus Grippenspiel auf. Passte hervorragend zum rosa angestrahltem Präsidentinenpalast.

Die Weihnachtszeit ist in Argentinien nicht sooo wichtig. Also gibt es auch kaum Dekoration in den Städten. Doch auf der Plaza de Mayo stellte man etwas Baumähnliches plus Grippenspiel auf. Passte hervorragend zum rosa angestrahltem Präsidentinenpalast.

December 18th
11:45

Vierte Station

Parque Nacional Iguazú

Mein Highlight und Geschenk zum Abschluss des Auslandsjahres!: Die Wasserfälle von Iguazú (in der Sprache der Guaraní bedeutet i Wasser und guazú groß). Sie liegen an der Grenze von Brasilien und Argentinien. Ich nahm mir zwei volle Tage Zeit, um gemeinsam mit zwei Zimmernachbarn des Hostels alle Wege und Aussichtspunkte des Nationalparkes der argentinischen Seite abzulaufen. Ohne die unzähligen Touristen wäre es wie ein Klischee des Paradises gewesen. Überbordende, saftige Gräser und Pflanzen, im Licht schimmernde Libellen und feurige Schmetterlinge, wilde und exotische Tiere, schattige, kalte Lagunen und der feucht-warme Regenwald. Umringt von diesem reihten sich mehr als 270 einzelne Wasserfälle auf rund 2,7km entlang, um letztlich in ein weniger als 140m schmales Flussbett gen Buenos Aires zu fließen, vorbei an Posadas, Santa Fe und Rosario. Der Parana, an dem ich die vergangenen Tage flussaufwärts gereist bin, hat hier seine weiteste Ausdehnung und seine größte Pracht. Die Gefühle der Reise, die abgefahrenen Menschen die ich überall traf, die schöne Natur – alles gipfelte hier an den Wasserfällen. Ein wow…

December 14th
21:01

Dreieinhalbste Station

San Ignacio Miní

In Jahre 1608 begannen jesuitische Missionare im heutigen Grenzgebiet von Argentinien, Paraguay, Uruguay und Brasilien die dortigen Ureinwohner Guaraní in ein christliches Sozialsystem einzugliedern – zu kolonialisieren. Die Mönche, welche bereits über Schriftstücke früherer Kolonialisten die Guaraní studiert hatten, lockten die Ureinwohner des dortigen Regenwaldes mit Kultur und neuem Wissen. Nach und nach entstanden mehr als 80 so genannte reducciones, in denen bis zu 4000 Guaraní unter der Führung von jeweils 2 oder 3 Jesuiten zusammenlebten. Durch die Vermischung der euopäischen und indigenen Kultur entstand der Guaraní-Barock, welcher in Architektur, Musik und Handwerk einmalig hoch entwickelt war. Zeitgleich starb aber auch die ursprüngliche Kultur der Ureinwohner. Den spanischen und portugisischen Herrschern sowie dem Klerus ein Dorn im Auge, räumte man sämtliche Reduktionen Mitte des 18. Jhd.s, setzte sie in Brand und zerstörte sie. Die zurückgebliebenen und führungslosen Guaraní, welche ihre ursprüngliche Lebensweise über die mehr als 150 Jahre in den Reduktionen verloren hatten, siedelten in spansiche oder portugisische Städte über und suchten Arbeit als Handwerker oder Hilfsarbeiter. Mitte des 20. Jhd.s endeckte man die Ruinen der jesuitischen Missionen neu. Heute stehen die Reduktionen als Weltkultruerbe unter besonderem Schutz. Von den einen werden sie als ein beispielloses humanes Experiment gelobt, von den anderen als hinterhältiger Kolonialismus verurteilt. Für mich haben beide Seiten recht, denn die Motive der Jesuiten waren im Kontext der damaligen Umgebung, in der die indigene Bevölkerung systematisch versklavt oder rigoros abgeschlachtet wurde, nobel. Doch bewusst zerstörte man eine einzigartige, reichhaltige und eigentlich um jeden Preis schützenswerte Kultur.

December 13th
22:12

Dritte Station

Posadas

Couchsurfing die Zweite. Diego führte mich am ersten Tag durch die gesamte Stadt (3 Stunden), dann wurde uns langweilig und wir spielten Billard. Die Erde ist sehr eisenhaltig und rot, das Zentrum überschaubar und der Parana fußläufig.

December 11th
19:12

Zweite Station Tags

Santa Fe

An einem Sonntag in einer argentinischen Durschnittsstadt. Da kann man eigentlich auch….*schnarch*

05:12

Zweite Station Nachts

Santa Fe

Meine erste Couchsurfingerfahrung. Ich schlief im Haus von Martín, der mit Freunden eine Art Kommune hatte, ohne wirklich original alternativ zu sein. Ich fühlte mich sofort wie unter Freunden.

December 10th
23:45

Erste Station der letzten Reise

Rosario

Rosario ist, je nachdem wer einem antwortet, die zweit- oder drittgrößte Stadt Argentiniens, liegt am Fluss Parana und nur 4 Busstunden von der Hauptstadt entfernt. Bei schlechtem Wetter schaut man sich das Monumento Histórico Nacional a la Bandera an, wo die original und erste Flagge des Landes liegt. Bei mittel bis gutem Wetter lohnt auch ein Aufstieg auf den Turm. Man erheitert sich an einer hoffentlich klaren Aussicht und schießt Panoramafotos mit der tollen Panoramafunktion der schönen Kompaktkamera. Und bei bombenmäßigen, heißen Wetter entledigt man sich seiner Garderobe und badet seine käsigen Glieder im Wasser des schönen Parana.

December 5th
23:43
Heute feierten wir DIE Abschiedsfeier der Austauschstudis. Nicht dass es die einzige wäre, nicht dass alle gleich morgen weg wären, nicht dass wir alle geweint hätten, nicht das ein Engländer unter den Austauschstudis gewesen wäre. Aber besonders war es dennoch. Vorallem, da es nun wirklich zu Ende geht und wir es realisieren.

Heute feierten wir DIE Abschiedsfeier der Austauschstudis. Nicht dass es die einzige wäre, nicht dass alle gleich morgen weg wären, nicht dass wir alle geweint hätten, nicht das ein Engländer unter den Austauschstudis gewesen wäre. Aber besonders war es dennoch. Vorallem, da es nun wirklich zu Ende geht und wir es realisieren.